
Am Freitag vor dem Weihnachtsfest machten sich einige der Spremberger Jusos bereits zu nachtschlafender Zeit auf, um sich im “Jusobüro” zu treffen. Nach der gemeinsamen Tasse Kaffee um 03:30 Uhr ging es dann los mit dem Kochen von Kaffee und Tee für die bevorstehende Aktion auf dem Spremberger Bahnhof.
Schon in den Tagen zuvor musste ein logistisches Hindernis überwunden werden, denn der Erwerb von für Heißgetränke geeigneten Pappbechern, wie solche Becher in Fachkreisen genannt werden, gestaltete sich anfangs doch schwierig. Letztlich ging es dann per Internet und 3,2,1 doch noch und die fleißigen Postboten von DHL lieferten gewohnt pünktlich innerhalb von 24h. Aber die Stadt Spremberg bereitete dafür keine Probleme und nahm unseren ersten öffentlichen Infostand mit einem weihnachtlichen Schmunzeln zur Kenntnis.
Nachdem die ersten 10 Liter Kaffee gekocht und mindestens genauso viel Tee im Auto verstaut waren, ging es pünktlich vor dem ersten Zug auf zum Bahnhof. Schon am Tag zuvor wurden die Becher mit Juso-Aufklebern versehen und zahlreiche Flugblätter angefertigt die auf die Jusos in Spremberg aufmerksam machen sollen.
Vor Ort positionierten wir uns natürlich direkt am Hauptzugangsweg zu den Gleisen. Wir wollten die Pendler direkt bei der Hast zum Zug erreichen und für wenige Sekunden den hektischen Tagesbeginn unterbrechen und schon wenige Minuten nach unserer Ankunft kamen auch die ersten Pendler per Bus, Taxi oder Fahrrad am Bahnhof an. Viele Schüler, Lehrlinge und Berufstätige, aber auch Reisende und sogar Spaziergänger nutzten unser kostenloses Angebot und nahmen einen Tee oder Kaffee mit auf den Weg zur Arbeit, Schule, in den Urlaub oder auf dem Weg zur Ausbildung.
Einige Pendler die mit dem Zug nach Spremberg einfuhren und dann von hier weiter reisen wollten oder auf den Anschluss per Bus warten mussten, nutzten unseren Service auch um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Ein ehemaliger Spremberger der viele Stunden bereits auf dem Weg aus Zürich in seinen Heimatort war, erzählte uns von den vielen Deutschen und auch vielen Sprembergern, die er dort in Zürich in den letzten Jahren hat ankommen sehen. Auch er würde gern zurück nach Spremberg kommen, wenn es nur ausreichend sichere und anständig bezahlte Arbeit hier gäbe.
Vielen Schülern konnten wir wichtige Tipps für Bafög und BAB mitgeben. Aber auch der Austausch mit den jungen Menschen über problematische Ausbildungssituationen, teuren Wohnraum und ungünstige Zugverbindungen war für uns interessant.
In jedem Fall wollen die Jusos diese Aktion in Zukunft regelmäßig und auch an verschiedenen Standpunkten machen. Helfer und Mitstreiter sind dabei natürlich immer willkommen!
