Nah bei den Menschen | Energiedialog mit Günter Baaske

Abgeordnete und Bürger vor dem Kraftwerk Schwarze Pumpe

Am Mittwoch den 20. August 08 hieß es “ab auf’s Rad”. Zusammen mit Günter Baaske, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Brandenburg, unserem Bundestagsabgeordneten Steffen Reiche und zahlreichen Freunden des Ortsvereins ging es durch die Stadt.

Ausgangspunkt der 30km langen Rundfahrt war die neu gestaltete Motocrossstrecke am Windmühlenberg im Spremberger Hochkippengelände. Dort wurde mit Fördermitteln eine langjährige ehrenamtliche Initiative der Motorsportfreunde professionell ausgestaltet, so dass die Freunde des MCC Spremberg e.V. nun bei nationalen und internationalen Meisterschaftsrennen beste Bedingungen für Fahrer und Besucher anbieten können.

Nach der Besichtigung der Strecke führte der von Andreas Lemke und Günter Baaske angeführte Kurs und über die Hochkippen in Richtung Terpe zum Industriegebiet Schwarze Pumpe. Im alten Industriegebiet hat sich in den letzten 20 Jahren soviel verändert, dass es für einen jungen Menschen wie mich kaum noch vorstellbar ist, wie es dort vor der Wiedervereinigung ausgesehen haben muss. Es war beeindruckend welche ingenieurtechnische Leistung schon damals, aber auch heute noch dort vollbracht wird. Einige der Ortsvereinsmitglieder haben früher selbst in dem Kraftwerksgelände gearbeitet und konnten  so insbesondere über die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung spannende Anekdoten erzählen.

Von den “alten” Anlagen des Kraftwerks ging es dann rüber in den neueren Kraftwerksteil. Vorbei an der riesigen Papierfabrik war nun die Forschungsanlage zur CO2 Abscheidung neues Etappenziel. Wenn die Anlage am 09. September 2008 an den Start geht, wird die Region hoffentlich beweisen dass es doch möglich ist Braunkohle umweltverträglich zu verstromen und somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Von der Sicherung der zukünftigen Braunkohleverstromung und der damit regionalen Arbeitsplatzsicherung mal ganz abgesehen.

Zum letzten Etappenziel ging es dann in das Kraftwerk Schwarze Pumpe unmittelbar hinter der Forschungsanlage. In luftigen 160m Höhe konnte man aufgrund der besten Witterung einen Blick über die Stadt, die entstehende Lausitzer Seenplatte bis hin zum Kraftwerk Jänschwalde im benachbarten Sachsen werfen. In einem Dialog mit den Teilnehmern der Radtour wurden nochmals die Standpunkte der SPD für eine Zukunft der Lausitzer Braunkohle ausgetauscht und der Blick von dort oben hat mir einmal mehr deutlich gezeigt, dass erneuerbare Energie zwar Sinn macht, aber zwingend ein gesundes Augenmaß bedarf, wenn man nicht jedwede Landschaft mit Windräder “verspargeln” will.

Auf dem Weg ins Spremberger Bergschlösschen wählten die Sozialdemokraten dann die Fahrstrecke über Trattendorf und durch die Lange Straße um den Gästen die Veränderung der Stadt Spremberg in den letzten Jahren zu verdeutlichen und mit den Menschen unserer Stadt in unmittelbaren Kontakt zu kommen. Zur anschließenden Diskussionsrunde im Bergschlösschen sind dann auch etwa 40-50 Interessierte gekommen.

Nachdem Günter Baaske den Standpunkt der Landesregierung unterstrich und auf die zukünftige Notwendigkeit der Kohleförderung und -verstromung einging, mahnte Uli Freese an, dass insbesondere DieLinke in Brandenburg einen populistischen Wahlkampf führt und die Volksinitiative als Mittel des Wahlkampfes “missbraucht”, während hingegen im Saarland der Spitzenkandidat von DieLinke Oskar Lafontaine den Menschen weiteren Steinkohletagebau und längere Laufzeiten der dortigen Steinkohlekraftwerke als Ministerpräsident verspricht. Der anwesende Vertreter von DieLinke dementierte zwar dass DieLinke Initiator des Volksbegehren ist, ignorierte in seiner Argumentation jedoch dass DieLinke an ihren Wahlkampfständen in Brandenburg den überwiegenden Teil der notwendigen Unterschriften für den bisherigen Verfahrensweg gesammelt hat und offensichtlich auch zukünftig zu sammeln gedenkt.

Nach zahlreichen Redebeiträgen und Visionen zur zukünftigen Entwicklung der Braunkohleregion Lausitz und dem umfangreichen Dialog über die notwendigen Aufgaben zum Thema erneuerbare Energien  und zukünftige regionale Entwicklung in Bezug auf die Kohle, konnten dann gegen 20 Uhr die Teilnehmer die letzte Etappe der Radtour antreten – die Heimfahrt.

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SPB – Spremberger Politische Berichte

Der SPD Ortsverein hat im Wahljahr 2008 insgesamt drei Ausgaben der eigenen Zeitung “SPB – Spremberger Politische Berichte” herausgegeben und flächendeckend an die Spremberger Haushalte verteilt. Damit sollten die Bürgerinnen und Bürger über die Aktivitäten der lokalen Sozialdemokraten informiert werden und am politischen Leben der Kommune teilhaben.

Wenn Sie die Zeitung nicht erhalten haben, oder noch einmal darin lesen möchten können Sie hier die letzten Ausgaben als PDF herunterladen. In gedruckter Form erhalten Sie die Zeitung im SPD – Bürgerbüro in der Dresdner Straße 42 in Spremberg.

Zum Download einfach gewünschte Ausgabe anklicken und PDF speichern:


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